Bella Italia

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20. April 2021 0 Von wolf

Tag der Abreise

Es ist ein aufregender Tag. Wo ich schon meine Tasche und mein Werkzeug am Vorabend schon ins Auto gepackt habe und nur noch die Sachen meiner Morgentoilette verstauen musste, hat Jana den Kopf voll. Denn der erwartete Anruf von Dettling kam immer noch nicht. Ist der Van fertig für unsere Abreise oder nicht? Es ist ja nicht nur so, dass wir unsere Garderobe im Transport verstauen müssen, sondern auch Werkzeug (für weitere Feinheiten und Reparaturen), Lebensmittel und was man sonst noch für die erste Fahrt braucht.

Wir entscheiden uns erstmal den letzten Einkauf für mindesten zwei Tage zu tätigen. Auf dem Rückweg wollen wir dann bei Dettling vorbei um zu sehen wie weit Sie mit dem Getriebe sind. Ja was soll ich sagen, der Ducato ist immer noch in der Werkshalle und es wird noch gebastelt. Denn vom Kreisverkehr hatten wir einen Einblick in die Werkstatt.

Wir hatten uns beim Einkaufen schon eine Menge Zeit gelassen (wo ich schon leicht genervt war, ich wollte endlich los). Doch der Blick in den Kofferraum verriet jetzt schon, dass es ein schöne Fahrt wird. Wir hatten alles da von Spagetti über Wein und Bier, als auch Schokolade und Chips. Alles was es, neben den normalen Lebensmitteln, zum Wohlfühlen gibt.

Zwischendurch gab es doch ein paar mal das Lächeln bei uns im Gesicht und ein paar Küsse hob auch ein Stück weit unsere Stimmung. Denn nach knapp zwei Monaten ununterbrochener Arbeit, freuen wir uns nicht nur über die Reise, sondern auch endlich Zweisamkeit und ein gute Grundlage um sich besser kennenzulernen.

Als wir dann fertig mit dem Einkauf waren, fuhren wir zu Dettling und der Van stand immer noch in der Halle. Na gut ein kurzes Gespräch mit dem Ansprechpartners unseres Vertrauens, verriet uns, dass wir nur noch eine halbe Stunde warten mussten.

Es war mittlerweile kurz nach 14 Uhr. Eine halbe Stunde passt uns gut in den Kragen, denn das Essen im Auto gehört langsam in den Kühlschrank. Gesagt – getan. Das Getriebe ist drin, der Fiat wird aus der Halle gefahren. „Yes“ denken wir uns – Lets go!!!

Haha – zu früh gefreut. So setze ich mich hinter das Steuer von der großen Maja und legte den Rückwärtsgang ein. Ich fuhr nicht mal zwei Meter als unter der Motorhaube sich eine große, lange Dieselspur aufzeichnete. Ich hätte aus der Haut fahren können, was ist denn jetzt schon wieder?

Ein Blick unter die Haube zeigt, dass die Dieselleitung abgeplatzt ist, die schon vor längerer Zeit provisorisch geklebt wurde. Also heißt es wieder rein in die Bucht. Mittlerweile haben wir es dann doch schon 15 Uhr. Die Zeit wird immer enger.

Während ein Mitarbeiter sich um das neue Flicken kümmert haben wir uns mit Fabian (Ansprechpartner des Vertrauens) über das bestellte Ersatzrad unterhalten. Denn dieser war immer noch nicht an seinen Platz am unteren Teil des Vans. Er meinte, ihm fehle ein Teil von der Kurbel, um das Zugseil hinunterzulassen, aber er hatte Kontakte zu einem anderen Autohaus. Jana und ich fuhren kurzerhand zu Melzer und besorgten das Teil.

Aber wie soll es auch sein. Als wir zurückkamen, wurde der Adapter gleich ausprobiert. Doch leider klemmte die Seilwinde und so mussten wir das Ersatzrad direkt im Camper verstaut werden. Glaubt mir, das war kein bisschen schön.

Nach insgesamt geschlagenen drei Stunden und ein paar Bier ging es endlich voll repariert zurück. Irgendwo gab es Erleichterung, aber auch ging die Hektik jetzt weiter. Als wir wieder bei Jana zu Hause waren, haben wir sofort angefangen den Van mit dem gepackten Inventar zu befüllen.

Während Jana ihr erstes Sortiersystem verfolgte, bereite ich alles für die Fahrt vor. Das heißt, jeder von uns bekommt zwei Flaschen Wasser. Schaue, ob die Ladekabel für Kamera und Handy griffbereit sind. Zudem haben wir Walkie-Talkies bestellt, damit die Fahrt nicht ganz so langweilig wird. Zukünftig werden wir merken, dass die Anschaffung eine gute Idee war.

Martin war so hilfsbereit und kümmerte sich noch schnell um den Fensterheber der Fahrertür, welches sehr nützlich für Jana war, wenn wir die Mautstellen Italiens passieren.

Die Zeit war gerade nicht auf unserer Seite, mir kamen auch schon die ersten Müdigkeitserscheinung. Der Gedanke, dass wir noch einen Zwischenstopp in Hedingen, Schweiz machen musste, hob auch nicht unbedingt meine Stimmung. Doch versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen.

Schließlich war alles gepackt, die Hälfte auf jeden Fall vergessen (vor allem Spielzeug für Wallie 🙁 ). Es ging los, Jana und Wallie im Maja Mobil, ein letztes Mal knuddeln zum Abschied, ich in JD und los gehts Richtung Bella Italia.

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